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Mädelgruppe Frankfurt am Sudetendeutschen Tag 1962
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Jeder Jugendverband hat entsprechend seiner Zielsetzung bestimmte Rituale. Jede Gemeinschaft
trägt als Zeichen der Verbundenheit mit der Gemeinschaft eine einheitliche Kluft.
Bei uns als Jugendverband der Heimatvertriebenen war es das Gedenken an die verlorene Heimat
und die Übernahme bestimmter Traditionen aus der Bündischen Jugend, die an die Gegebenheiten des
demokratischen Nachkriegsdeutschland angepasst wurden.
Auch wir als Jugendbund haben uns eine eigene Kluft angeschafft. Wir tragen sie immer, wenn wir zu gemeinsamer Arbeit in unserer Gemeinschaft zusammen kommen. Dies gilt für den Heimabend genau so wie für Fahrten und Lager. Das Abzeichen unseres Bundes ist immer zu tragen.
Die Kluft
In den ersten Jahren der SdJ trugen die Jungen ein weißes Hemd, kurze graue Hosen, Lederhosen
oder Kniebundhosen und weiße Kniestrümpfe.
Dann wurde in der DJO das Grauhemd eingeführt.
Am linken Oberarm trugen wir Sudetendeutschen
das Ärmelwappen unserer Landsmannschaft mit der Aufschrift „SUDETEN“, auf der rechten Brusttasche
das DJO-Abzeichen (gemeint ist die DJO-Anstecknadel mit Federklammer, nicht das Stoffabzeichen.
Letzteres gehörte nur auf Sporthemd und Trainingsanzug! Die Redaktion).
Alle anderen Abzeichen haben auf dem Grauhemd nichts zu suchen.
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Die Bezirksjungenschaftsführer von Bayern, etwa 1962
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Die 10 - 18jährigen Jungen tragen ein schwarzes Halstuch mit braunem Knoten. Alle anderen Farben sind zum Grauhemd nicht gestattet. Die Halstücher werden einfarbig getragen.
Im Sommer: kurze Hosen, möglichst grau oder schwarz. Graue Kniestrümpfe. Das weiße Hemd und weiße Kniestrümpfe werden nur von den Volkstanzgruppen getragen und nur zum Volkstanz oder anderen dazugehörigen Veranstaltungen. Die schwarze Krawatte wird nur bei festlichen Anlässen und nur zu langen Hosen getragen.
In der Übergangszeit und im Winter: Graue Kniebundhose oder Keilhosen, dazu graue Strickjacke oder Anorak mit Ärmelwappen.
Die Mädelkleidung: Unsere Mädchen tragen ein fesches, einheitlich geschnittenes Dirndl
mit weißer Bluse. Als Zeichen der bestandenen 1., 2. oder 3. Mädelprobe die entsprechende silberne
Brosche.
Das Wappen der Landsmannnschaft wird nur auf dem Anorak und Trainingsanzug, nicht aber auf
Kleidern, Dirndlschürzen oder Pullovern getragen.
Sportkleidung: Kurze, schwarze Turnhose, weißes Turnhemd mit DJO-Raute. Die Jungen sollten kein Turnhemd tragen.
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